Category Urteile

Schadensersatz wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit im Einzelfall auch bei Gesamtminderung von weniger als 50% begründet

Ist eine Pauschalreise derart mit Reisemängeln behaftet, dass eine Erholung im Urlaub kaum möglich ist und die Urlaubszeit eher als Tortur denn als Genuss erlebt wird, kann nach § 651n Absatz 2 BGB wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit vom Reiseveranstalter eine angemessene Entschädigung in Geld verlangt werden. Ein deratiger Schadensersatz wird von den Veranstaltern meist nur

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Fluggesellschaft muss auch bei Fehlen einer gültigen Betriebslizenz eine Ausgleichszahlung leisten

Bei der Gründung einer neuen Airline kommt es nicht selten zu Verzögerungen bei der Aufnahme des Flugbetriebes, da hierfür unter anderem umfangreiche behördliche Genehmigungsverfahren zu durchlaufen sind. Im Jahr 2017 passierte es, dass eine in Deutschland neu gegründete Fluggesellschaft bereits einen buchbaren Flugplan veröffentlichte, obwohl diese noch gar nicht im Besitz einer vom Luftfahrtbundesamt erteilten

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Unerwartete technische Probleme sind kein außergewöhnlicher Umstand

Eine Ausgleichszahlung bei einer Verspätung von mindestens drei Stunden ist nach der Fluggastrechteverordnung nur dann von der Airline nicht zu zahlen, wenn für die Verspätung ein außergewöhnlicher Umstand ursächlich ist. Anerkannte außergewöhnliche Umstände sind beispielsweise Streiks und schlechtes Wetter. Fluggesellschaften sind in der Regel sehr kreativ und erfinderisch, was das Vorliegen eines außergewöhnlichen Umstandes angeht.

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Auskunftsrecht gegenüber Airline bei Verspätung

Behauptet eine Fluggesellschaft pauschal, dass eine Verspätung ihre Ursache in einem außergewöhnlichen Umstand im Sinne der Fluggastrechteverordnung hat und daher keine Ausgleichszahlung geleistet werden müsse, steht dem Fluggast nach Meinung des Amtsgerichts Rüsselsheim gegenüber der Airline ein Auskunftsanspruch bzgl. des tatsächlichen Verspätungsgrundes zu. Denn nur so könne der Fluggast nachvollziehen, ob tatsächlich ein außergewöhnlicher Umstand

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Kein Anspruch auf Ausgleichszahlung bei streikendem Sicherheitspersonal

Das Amtsgericht Hamburg befasste sich mit einem Fall, in dem die Kläger ihren gebuchten Flug verpasst haben, weil sich an der Sicherheitskontrolle des Flughafens aufgrund eines Streiks der dortigen Mitarbeiter eine extrem lange Schlange gebildet hatte. Insgesamt warteten die Kläger vier Stunden bis diese den Sicherheitscheck durchlaufen konnten. Nachdem die Kläger endlich am Abfluggate eintrafen, war das Flugzeug schon

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Ausgleichszahlung muss auch bei einer vom Reiseveranstalter vorgenommenen Flugänderung von der Airline gezahlt werden

Wenn Teilnehmer einer Pauschalreise von ihrem Reiseveranstalter eine Flugzeitenänderung mitgeteilt bekommen haben, muss dies grundsätzlich nicht ersatzlos hingenommen werden. Die Reisenden können in einem solchen Fall nach einem Urteil des Amtsgerichts Erding von der Fluggesellschaft eine Ausgleichszahlung nach der Fluggastrechteverordnung verlange. Im verhandelten Fall wurden die Reisenden von ihrem Reiseveranstalter gegen deren Willen auf einen anderen Flug

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Außergewöhnlicher Umstand auf dem Vorflug ist kein außergewöhnlicher Umstand auf dem Folgeflug

Oft liegt die Ursache einer Flugverspätung nicht unmittelbar innerhalb des betroffenen Fluges sondern bei einem bereits auf dem Vorflug aufgetretenen Ereignis. Die Fluggesellschaften berufen sich dann gerne bei Verspätungen der Folgeflüge auf das Vorliegen eines außergewöhnlichen Umstandes. Zahlreiche Gerichte haben sich bereits mit dieser Problematik befasst. Zuletzt hat das Amtsgericht Köln entschieden, dass selbst dann,

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Am Flughafen Basel-Mulhouse gilt die EU-Fluggastrechteverordnung

Der Flug, mit dem ein Passagier von den Kapverden nach Basel-Mulhouse fliegen wollte, musste aufgrund eines geplatzten Reifens nach Frankfurt umgeleitet werden. Von dort fuhr der Fluggast mit einem Bus zu seinem Ziel Basel-Mulhouse, welches er mit einer Verspätung in Höhe von fast sechs Stunden erreichte. Von der Airline verlangte der Passagier wegen der massiven

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Ausfall des Höhepunktes einer 17-tägigen Kreuzfahrt rechtfertigt Reisepreisminderung um 20 Prozent

Das Amtsgericht München hat geurteilt, dass der Ausfall des Höhepunktes einer 17 Tage dauernden Kreuzfahrt eine Reisepreisminderung in Höhe von 20 Prozent rechtfertigt. In dem konkreten Fall wurde die Kreuzfahrt im Prospekt als besonders reizvoll beworben, da das Schiff sich am achten Reisetag morgens von Colon auf den Weg in Richtung des Panamakanals machen sollte,

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Air Berlin darf keine Stornogebühren verlangen

Das Kammergericht Berlin hat entschieden, dass Air Berlin für die Stornierung eines Fluges kein Bearbeitungsentgelt verlangen darf. Zudem untersagte das Gericht der Airline, die Steuern und Gebühren im Ticketpreis zu niedrig auszuweisen. Nach einer Vertragsklausel sollten die Kunden von Air Berlin bei einer Stornierung eines gebuchten Flugtickets ein Bearbeitungsentgelt in Höhe von 25,00 Euro an die

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