Willkommen bei der Rechtsanwaltskanzlei Walprecht in Berlin-Friedrichshain. Ich bin Anwalt mit dem Interessenschwerpunkt Reiserecht und vertrete Sie gerne in Berlin und bundesweit.

Bei Annullierung, Nichtbeförderung oder Verspätung haben Sie in der Regel weitgehende Ansprüche gegenüber Ihrer Fluggesellschaft. So haben Sie bereits bei einer Verspätung ab drei Stunden grundsätzlich einen Anspruch auf eine pauschale Ausgleichszahlung nach der Fluggastrechteverordnung in Höhe von 250,- / 400,- / 600,- Euro (abhängig von der Flugstrecke).

Auch bei Gepäckverlust oder Gepäckbeschädigung stehen Ihnen Rechte gegenüber der Fluggesellschaft, welche den Schaden grundsätzlich zu ersetzen hat, zu.

Auch wenn Sie ein Flugticket, welches nach dessen Bedingungen nicht stornierbar ist und keine Rückzahlung zulässt, stornieren, kann unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung oftmals eine zumindest teilweise Erstattung durchgesetzt werden.

Informieren Sie sich hier über Ihre Rechte und wie Sie diese durchsetzen können. Gerne unterstütze ich Sie in Berlin und bundesweit bei Ihren rechtlichen Problemen rund um Ihren Flug.

vollständiger Beitrag zum Flugrecht

Bei Pauschalreisen haben Sie gegen Ihren Reiseveranstalter einen Anspruch auf Minderung des Reisepreises, wenn während der Reise Mängel auftreten. Achten Sie hier unbedingt darauf, die Mängel Ihrer Reiseleitung gegenüber unverzüglich anzuzeigen und diese um Abhilfe zu bitten. Nach Ende der Reise müssen Sie Ihre Ansprüche unbedingt binnen einem Monat gegenüber dem Reiseveranstalter geltend machen. Denn mit vertraglichem Reiseende beginnt die sog. Ausschlussfrist des § 651 g Abs. 1 BGB zu laufen.

Die sogenannte Frankfurter Tabelle hilft Ihnen, einen ersten Überblick darüber zu bekommen, wie hoch Ihre Ansprüche gegenüber dem Reiseveranstalter wegen aufgetretener Mängel sind. Beachten Sie hierbei, dass die dort enthaltenen Werte lediglich Richtwerte sind und die für Ihren Einzelfall einschlägige Anspruchshöhe davon variieren kann.

Verschaffen Sie sich hier einen ersten Überblick, wann ein Reisemangel vorliegt und was Sie für eine erfolgreiche Reisepreisminderung zu beachten haben. Bei Fragen können Sie mich gerne in meiner Berliner Kanzlei kontaktieren.

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Die Rechte von Fahrgästen im Bahnverkehr regelt die EU-Verordnung 1371/2007. Diese gewährt Ihnen bei Zugverspätungen und Ausfällen grundsätzlich Entschädigungen. Bei Verspätungen ab 60 Minuten erhalten Sie 25%, bei Verspätungen ab 120 Minuten 50% des Fahrkartenpreises zurück.

Wenn Ihr geplanter Zug voraussichtlich mindestens 20 Minuten Verspätung hat, dürfen Sie einen anderen, gleichwertigen, nicht reservierungspflichtigen Zug benutzen (besonders Relevant bei Fahrkarten zum Spezialpreis mit Zugbindung).

Zudem haben Sie ab einer Verspätung von 60 Minuten einen Anspruch darauf, von dem Eisenbahnunternehmen Mahlzeiten sowie Erfrischungen in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit zu erhalten.

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Auch im Kraftomnibusverkehr sind die Rechte der Fahrgäste durch eine EU-Verordnung umfassend geregelt. Bei einer Abfahrtsverspätung von 120 Minuten muss Ihnen das Busunternehmen eine alternative, schnellere Reisemöglichkeit anbieten. Ist dies nicht der Fall erhalten Sie 50% des Fahrkartenpreises zurück, wenn Sie mit dem verspäteten Bus fahren. Sie haben auch die Möglichkeit, die Fahrt nicht anzutreten und den vollen Fahrkartenpreis zurückzuverlangen.

Bei Fahrten im Fernliniendienst mit einer Dauer von mehr als drei Stunden haben die Fahrgäste bei Annullierung oder Verzögerung der Abfahrt von einem Busbahnhof von mehr als 90 Minuten Anspruch auf angemessene Hilfeleistungen. Dazu gehören Imbisse, Mahlzeiten und Erfrischungen sowie erforderlichenfalls Unterbringung.

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In der Regel handelt es sich bei Kreuzfahrten um Pauschalreisen, so dass die gesetzlichen Regeln des Pauschalreiserechts anwendbar sind. Jedoch gestaltet es sich bei Kreuzfahrten meist schwer, die Mängel in der Unterkunft oder am Schiff noch während der Kreuzfahrt abzustellen, da zumeist keine Alternativen zur Verfügung stehen.

Oft haben Teilnehmer einer Kreuzfahrt einen erheblich höheren Reisepreis als bei einer normalen Pauschalreise bezahlt. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Kreuzfahrt dann nicht wie beworben durchgeführt wird und es Mängel bei der Ausstattung des Schiffes oder den zugesicherten Landgängen gibt. Sei es, dass die Unterkunft nicht wie vereinbart ist oder Sport- und Freizeitmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen oder geplante Landgänge ausfallen.

Gerne berate ich Sie bei Problemen rund um Ihre Kreuzfahrt und mache Ihre Ansprüche geltend. Auch wenn Sie nicht in Berlin wohnen kann ich Sie gerne beraten und vertreten.

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Grundsätzlich muss ein gemietetes Ferienhaus die bei Abschluss des Mietvertrages zugesicherten Eigenschaften besitzen. Stellen sich bei Ankunft jedoch Mängel heraus, kann die Miete entsprechend der Schwere der Mängel gemindert werden.

Bei der Ferienhausmiete ist zu unterscheiden zwischen privaten und gewerblichen Vermietungen. Je nachdem was vorliegt, sind die dem Mietverhältnis zu Grunde liegenden gesetzlichen Regelungen andere. Eine gewerbliche Vermietung liegt oftmals beispielsweise dann vor, wenn entweder über eine Agentur gebucht wurde oder der Vermieter mehr als nur ein Ferienhaus besitzt und diese plan- und regelmäßig an Feriengäste vermietet. Ist dies der Fall, stehen Ihnen zumeist die Rechte des Reiserechts zu, welche Ihnen weitgehende Rechte bei Mängeln einräumen.

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Aktuelle reiserechtliche Urteile:

Hier finden Sie aktuelle Rechtsprechung - klar formuliert und auf den Punkt gebracht

mehr Urteile

17/09

Unerwartete technische Probleme sind kein außergewöhnlicher Umstand

Eine Ausgleichszahlung bei einer Verspätung von mindestens drei Stunden ist nach der Fluggastrechteverordnung nur dann von der Airline nicht zu zahlen, wenn für die Verspätung ein außergewöhnlicher Umstand ursächlich ist. Anerkannte außergewöhnliche Umstände sind beispielsweise Streiks und schlechtes Wetter. Fluggesellschaften sind in der Regel sehr kreativ und erfinderisch, was das Vorliegen eines außergewöhnlichen Umstandes angeht.

15/09

Auskunftsrecht gegenüber Airline bei Verspätung

Behauptet eine Fluggesellschaft pauschal, dass eine Verspätung ihre Ursache in einem außergewöhnlichen Umstand im Sinne der Fluggastrechteverordnung hat und daher keine Ausgleichszahlung geleistet werden müsse, steht dem Fluggast nach Meinung des Amtsgerichts Rüsselsheim gegenüber der Airline ein Auskunftsanspruch bzgl. des tatsächlichen Verspätungsgrundes zu. Denn nur so könne der Fluggast nachvollziehen, ob tatsächlich ein außergewöhnlicher Umstand

25/02

Kein Anspruch auf Ausgleichszahlung bei streikendem Sicherheitspersonal

Das Amtsgericht Hamburg befasste sich mit einem Fall, in dem die Kläger ihren gebuchten Flug verpasst haben, weil sich an der Sicherheitskontrolle des Flughafens aufgrund eines Streiks der dortigen Mitarbeiter eine extrem lange Schlange gebildet hatte. Insgesamt warteten die Kläger vier Stunden bis diese den Sicherheitscheck durchlaufen konnten. Nachdem die Kläger endlich am Abfluggate eintrafen, war das Flugzeug schon